Blitzschutz für Heizungsanlage?

Millionen von Blitze gehen jedes Jahr über Deutschland nieder, immer schwerer und teurer werden die angerichteten Schäden durch Gewitter. Während man früher bei aufkommendem Gewitter durchs Haus lief und aller Stecker aus der Steckdose zog, um zumindest die Geräte vor Überspannung zu schützen, gibt es heute funtionierende Blitzschutzsysteme, die insbesondere nicht über eine Steckdose sondern festangeschlossen ans Stromnetz nicht so einfach vom Netz zu entfernen sind: Heizung, Stromverteilung, E-Herd, Durchlauferhitzer, Photovoltaikanlage mit Wechselrichter etc. Dabei muß der Blitz nicht einmal zwingend direkt im Haus einschlagen, auch Blitzeinschläge in der näheren Umgebung bis zu ca. 2 Kilometer Entfernung können z.B. über das Stromnetz, das Fernsehkabel oder den Telefonanschluß quasi indirekt Zugang ins Gebäude erhalten und so zu unliebsamen Überspannungsschäden führen, insbesondere bei elektronischen Geräten wie Computer, Heizungsregelung, Steuerungstechnik etc. Blitzableiter sind nur eine `Blitzfangeinrichtung´mit Ableitung und Erdung, aber moderne bis zu dreistufige innere Schutzkonzepte werden heute vom Fachmann für den wirkungsvollen Schutz angeboten. Erhältlich sind sie aber auch schon im Installationsbedarf, um die Heizungsanlage, den teuren Fernseher oder den hauseigenen Server sicher zu schützen. Vorgeschieben ist dieser technische Schutz für das Eigenheim nicht, aber in fast jedem Fall sehr empfehlenswert. Blitzschutzgeräte oder Mehrfachsteckdosen mit Überspannungsschutz aus dem Baumarkt helfen hier in der Regel nicht weiter.

Die Kommentare sind geschlossen.